Schon die alten Griechen und Römer nutzten Johanniskraut als Heilmittel. Plinius der Ältere erwähnte die Pflanze vor über 2.000 Jahren in seiner „Historia Naturalis“ als Mittel gegen Verbrennungen. Der griechische Arzt Dioskurides unterschied im 1. Jrh. n. Chr. vier Johanniskraut-Arten, die bei verschiedenen Erkrankungen verwendet werden sollten.
Dass sich Johanniskraut positiv auf die Psyche auswirkt, erkannte man erst im Mittelalter. Depressionen und andere psychische Auffälligkeiten brachte man seinerzeit mit dem Teufel, Hexerei oder Besessenheit in Verbindung, was der Heilpflanze den Namen fuga daemonum (Teufelsaustreiber) einbrachte. Das bescherte dem Johanniskraut die volkstümlichen Namen wie Teufelskraut, Teufelsflucht, Walpurgiskraut oder Hexenkraut.