
Arterienverkalkung ist ein Risikofaktor für Herzschwäche
Es gibt Auslöser und Risikofaktoren, die Ihr Herz schädigen und zur Herzschwäche führen. Dies sind vor allem der zu hohe Blutdruck und die Koronare Herzkrankheit (KHK). Selten sind Herzfehler, Herzentzündungen, Herzrhythmusstörungen und weitere Herzerkrankungen, sowie Krankheiten anderer Organe wie Asthma bronchiale, Blutarmut oder eine Schilddrüsen-Überfunktion, Ursache von Herzschwäche. Auch jüngere Menschen können an Herzschwäche leiden.
| Blutdruckwerte in Ruhe |
Systolischer Druck (hoher Wert) |
Diastolischer Druck (niedriger Wert) |
| optimal | < 120 mmHg |
<80 mmHg |
| ,,noch" normal | 120-140 mmHg |
80-90 mmHg |
| Bluthochdruck | >140 mmHg |
>90 mmHg |
Wenn Sie unter KHK leiden, bekommt Ihr Herzmuskel zu wenig Sauerstoff. Die ihn versorgenden Arterien, die Herzkranzgefäße (Koronarien), sind durch Ablagerungen verstopft. Diese Ablagerungen nennt man Arteriosklerose, im Volksmund als „Arterienverkalkung“ bekannt. Wenn Sie nichts dagegen tun, werden Ihre Herzkranzgefäße immer enger, weniger Blut kann hindurchfließen und Ihre Herzmuskelzellen bekommen weniger Sauerstoff und Nährstoffe. Das werden Sie spüren: Sie leiden unter Herzschmerzen und Atemnot, sobald Sie sich belasten. Ihr Arzt spricht von Angina pectoris. Verstopft Ihr Herzkranzgefäß komplett, erleiden Sie einen Herzinfarkt.

Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen
Hoher Blutdruck tut nicht weh, und oft verursacht er jahrelang überhaupt keine Beschwerden. Aber hoher Blutdruck ist eine Belastung für Ihr Herz, denn es muss ständig mehr Leistung erbringen, um gegen den hohen Druck noch genügend Blut in die Arterien zu pumpen. Auf Dauer bekommen Sie eine Herzschwäche, und Sie haben auch ein höheres Risiko für andere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden, wenn Ihr Blutdruck dauerhaft zu hoch ist. Lassen Sie deshalb Ihre Blutdruck-Werte regelmäßig überprüfen. Das können Sie beim Arzt, in der Apotheke oder - nach Anleitung - auch selbst mit einem elektronischen Blutdruck-Messgerät vornehmen.
Der Blutdruck wird in zwei Werten angegeben: Der erste, „obere Wert“ ist der sog. systolische Druck, der zweite, „untere“ Wert, der sog. diastolische Druck. Optimal ist ein Blutdruck von weniger oder gleich 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man bei Werten über 140 mmHg (erster Wert) und über 90 mmHg (zweiter Wert). Grenzwertig sind Blutdruck-Werte von 120 bis 140 mmHg bzw. 80 bis 90 mmHg.