Die weite Reise der Rosskastanie
Die Rosskastanie ist weit gereist: Ursprünglich kommt sie aus Konstantinopel. Sie wurde zum ersten Mal 1557 von dem flämischen Arzt Quakleben, der in der Botschaft von Erzherzog Ferdinand I. in Konstantinopel arbeitete, in einem Brief an Matthiolus erwähnt. Matthiolus erhielt aus Konstantinopel einen Fruchtzweig und veröffentlichte 1565 die erste Abbildung und Beschreibung der Rosskastanie.
Die Rosskastanie ist allgemein
bekannt, wurde aber erst im
16. Jrh. bei uns eingeführt.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam die Rosskastanie zu uns und ist inzwischen überall anzutreffen.
Schon lange Zeit zuvor hatten die Türken die Früchte der Rosskastanie als Mittel bei Atemwegserkrankungen von Pferden verwendet. Daher stammt vermutlich auch der deutsche Name des Baums, wie Jacobus Theodorus "Tabernaemontanus" im Jahr 1625 schreibt: "Werden Rosscastanien genennt, dieweil sie den keichenden Rossen behülfflich seyn."
Der Botaniker Carl von Linné wählte Aesculus – im alten Rom die Bezeichnung für die immergrüne Steineiche – als Gattungsnamen für die Rosskastanie. Der Artname der Rosskastanie, hippocastanum, setzt sich aus den griechischen Wörtern hippos für Pferd und kastanon für Kastanie zusammen.
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