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Die vielseitige Nutzung der Rosskastanie

Die Rosskastanie ist ein wahres Multitalent.
Die Rosskastanie ist ein wahres Multitalent: Als Zierbaum, Rohstoff-Lieferant und gut verträgliches Mittel gegen Venenschwäche! So wird der Rosskastanienbaum wegen seiner schönen Blüten in Europa vielerorts als Zier-, Park-, Garten- und Straßenbaum angepflanzt. In der Forstwirtschaft spielt die Rosskastanie keine Rolle, weil ihr Holz wenig dauerhaft und ihr Stamm kurz ist und oft gedreht wächst.
Die Rosskastaniensamen dienten früher vielfach als Rohstoff-Lieferant, Kaffee-Ersatz und Viehfutter. Das Mehl der Samen diente zur Reinigung von Wäsche, als Schaummittel für Feuerlöschapparate und war ein Bestandteil des „Schneeberger Schnupftabaks". Rosskastanienöl wurde zur Seifenfabrikation, als Speiseöl sowie als Schmierstoff für Maschinen verwendet. Heute dienen die Rosskastanienfrüchte insbesondere Wildschweinen und Rotwild als Nahrung. Darüber hinaus werden Samenextrakte in Kosmetika verarbeitet. Der Inhaltsstoff Aescin absorbiert UV-Licht und wird daher für Sonnenschutzmittel verwendet. Für den Menschen sind Rosskastaniensamen wegen ihrer Bitterstoffe nicht genießbar.
Der wertvollste Inhalt aber steckt in den Samen der Rosskastanie: Aus Rosskastaniensamen- Trockenextrakt stellt Dr. Willmar Schwabe Venoplant retard S her, ein wirksames und gut verträgliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei chronischer Venenschwäche.