Halsschmerzen bei Erkältung lindern – So geht’s
Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden und eine raue Stimme – wer kennt es nicht? Halsschmerzen sind oft das erste und lästigste Anzeichen einer aufkommenden Erkältung. Sie können unseren Alltag erheblich beeinträchtigen und uns nachts den Schlaf rauben. Doch auch wenn sie uns in die Knie zwingen können, sind Halsschmerzen meist ein harmloses Symptom, das unser Körper als Reaktion auf eine Infektion entwickelt. In diesem Erkältungsratgeber geben wir Ihnen fundiertes Wissen und praktische Lösungen an die Hand, damit Sie diese Beschwerden effektiv lindern können. Unser Ziel ist eine verständliche und ganzheitliche Gesundheitsberatung, die Ihnen hilft, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Denn: Gesundheit aus der Natur für den Menschen – das ist unser Motto.
Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um Halsschmerzen bei Erkältung: Von typischen Anzeichen über die vielfältigen Ursachen bis hin zu bewährten Hausmitteln und modernen pflanzlichen Behandlungsansätzen. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte Sie selbst unternehmen können und wann es empfehlenswert ist, ärztlichen Rat einzuholen. So können Sie die richtigen Entscheidungen für Ihr Wohlbefinden und das Ihrer Familie treffen.
Halsschmerzen erkennen: Typisches Anzeichen einer Erkältung
Halsschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden und sind oft ein deutliches Signal, dass sich ein grippaler Infekt oder eine Erkältung anbahnt. Sie äußern sich typischerweise durch ein Brennen, Kratzen oder Stechen im Rachenraum oder im Bereich des Kehlkopfes. Häufig begleiten diese Schmerzen auch Schluckbeschwerden, die von leicht unangenehm bis extrem schmerzhaft reichen können, und eine raue Stimme oder sogar Heiserkeit. Manchmal verspürt man auch ein Gefühl, als hätte man einen „Kloß im Hals“.
Im Verlauf einer Erkältung treten Halsschmerzen oft als erstes Symptom auf. Sie kündigen sich schleichend an, bevor weitere Beschwerden wie Schnupfen und Husten hinzukommen. Dieses "Kratzen im Hals" ist die Reaktion der Schleimhäute auf eindringende Viren, die eine Entzündung hervorrufen. Die betroffenen Schleimhäute sind dann gerötet, geschwollen und schmerzempfindlich. Diese Schmerzen zeigen die Schutzfunktion des Körpers an, der damit auf die eingedrungenen Erreger reagiert und den Abwehrmechanismus aktiviert.
Gelegentlich können Halsschmerzen auch im Rahmen einer echten Grippe (Influenza) auftreten, die sich jedoch meist durch einen plötzlichen Beginn, hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl von einer gewöhnlichen Erkältung unterscheidet. Bei einer Erkältung sind die Halsschmerzen in der Regel milder und entwickeln sich allmählicher. Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um eine Erkältung oder Grippe handelt, finden Sie weiter unten wichtige Hinweise, wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Virale Infekte (z. B. Erkältung)
Die häufigste Ursache für Halsschmerzen sind virale Infekte. Über 90 % der Atemwegsinfektionen, die zu Halsschmerzen führen, werden durch Viren ausgelöst. Besonders Rhinoviren und Coronaviren sind hier Hauptakteure bei gewöhnlichen Erkältungen. Aber auch Influenza- und Parainfluenzaviren können Halsschmerzen verursachen. Diese Viren befallen die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum, lösen dort eine Entzündung aus und führen zu den typischen Symptomen wie Rötung, Schwellung und Schmerz. Der Körper reagiert mit einer erhöhten Durchblutung und Immunaktivität, um die Erreger abzuwehren.
Gerade weil die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen die erste Eintrittspforte für die Viren sind, treten Halsschmerzen oft zu Beginn einer Erkältung auf. Die Viren nisten sich in den Schleimhautzellen ein und vermehren sich, was die unangenehmen Empfindungen hervorruft. Eine virale Halsentzündung ist zwar lästig, heilt aber in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst aus, da das Immunsystem die Viren erfolgreich bekämpft.
Bakterielle Entzündungen
Obwohl seltener, können auch Bakterien Halsschmerzen verursachen oder eine bereits virale Infektion verschlimmern. Mediziner sprechen dann von einer bakteriellen Superinfektion. Die bekanntesten bakteriellen Verursacher sind Streptokokken, die zum Beispiel eine Mandelentzündung (Angina tonsillaris) oder eine Rachenentzündung (Pharyngitis) hervorrufen können. Eine solche bakterielle Entzündung äußert sich oft durch stärkere Halsschmerzen, hohes Fieber, geschwollene und gerötete Mandeln, die manchmal eitrige Beläge aufweisen können, sowie geschwollene Lymphknoten am Hals.
Im Gegensatz zu viralen Infekten kann bei einer bestätigten bakteriellen Infektion eine Behandlung mit Antibiotika notwendig sein. Bei virusbedingten Halsschmerzen sind Antibiotika wirkungslos. Sie sollten nur bei einer bakteriellen Ursache eingesetzt werden, um Resistenzen zu vermeiden und das Gleichgewicht der körpereigenen Bakterienflora nicht unnötig zu stören.
Trockene Luft oder Reizstoffe
Halsschmerzen entstehen nicht immer durch eine Infektion. Äußere Reize können die empfindlichen Schleimhäute in Hals und Rachen ebenfalls strapazieren und Schmerzen verursachen. Besonders trockene Heizungsluft in den Wintermonaten oder klimatisierte Räume können die Schleimhäute austrocknen und anfälliger für Reizungen machen. Wenn die Schleimhäute nicht ausreichend befeuchtet sind, verlieren sie ihre wichtige Schutzfunktion und können leichter gereizt werden.
Auch Schadstoffe in der Luft wie Tabakrauch (aktiv und passiv), Abgase, Staub oder Chemikalien können die Atemwege reizen und zu Halsschmerzen führen. Menschen, die in Umgebungen mit hoher Luftverschmutzung oder beruflich mit Reizstoffen zu tun haben, sind daher häufiger betroffen. Das Vermeiden dieser Reizstoffe ist ein wichtiger Schritt zur Vorbeugung und Linderung der Beschwerden.
Stimmliche Überlastung
Eine weitere nicht-infektiöse Ursache für Halsschmerzen ist die Überbeanspruchung der Stimme. Wer beruflich viel sprechen muss, singt oder seine Stimme durch lautes Rufen überanstrengt, kann die Stimmbänder und die umliegenden Schleimhäute stark belasten. Dies führt zu Reizungen, Trockenheit, Kratzen im Hals und kann bis zu schmerzhaften Schluckbeschwerden und Heiserkeit reichen. Das Flüstern ist hierbei entgegen der allgemeinen Annahme keine Stimmschonung, sondern kann die Stimmbänder zusätzlich belasten. Stattdessen ist es ratsam, der Stimme Ruhe zu gönnen oder nur mit normaler Lautstärke zu sprechen.
Halsschmerzen lindern: So geht’s – Effektive Unterstützung für Ihren Hals
Wenn der Hals schmerzt und das Schlucken zur Qual wird, sehnt man sich nach schneller Linderung. Während sich der Körper gegen die Ursache der Halsschmerzen – meist Viren – wehrt, können wir ihn dabei aktiv unterstützen und die Symptome abmildern. Hierbei setzen viele auf bewährte Strategien, die sowohl die Naturheilkunde als auch moderne Phytotherapie umfassen. Es geht darum, die gereizten Schleimhäute zu beruhigen, Entzündungen zu hemmen und den Heilungsprozess zu fördern.
Wirkung ätherischer Öle bei Halsschmerzen und Schleimbildung
Pflanzliche Wirkstoffe spielen eine zentrale Rolle beim Lindern von Erkältungsbeschwerden und auch Halsschmerzen. Ätherische Öle, gewonnen aus Heilpflanzen wie Eukalyptus, Kiefernnadeln und Pfefferminze, sind dafür bekannt, auf vielfältige Weise wohltuend auf die Atemwege zu wirken. Sie sind wahre Multitalente aus der Natur und bieten eine effektive Unterstützung.
Eukalyptusöl beispielsweise wirkt antimikrobiell, also gegen Viren und Bakterien, und schleimlösend. Es regt zudem die Durchblutung der Bronchialschleimhaut an und wirkt entkrampfend, was das Atmen erleichtert. Kiefernnadelöl unterstützt das Abhusten von festsitzendem Schleim und hilft ebenfalls, die Bronchien zu entkrampfen. Menthol, gewonnen aus Pfefferminze, hat einen kühlenden und schmerzlindernden Effekt, der bei akuten Halsschmerzen als besonders wohltuend empfunden wird. Campher, ein weiterer häufig verwendeter Wirkstoff, löst zähflüssiges Sekret, lindert Schmerzen und hemmt das Bakterienwachstum.
Diese ätherischen Öle entfalten ihre Wirkung auf mehreren Wegen: Beim Einreiben von Brust und Rücken mit einer Erkältungssalbe gelangen die Wirkstoffe über die Haut in den Blutkreislauf und von dort gezielt in die Atemwege. Gleichzeitig werden die verdunstenden Öle eingeatmet und wirken direkt auf die Schleimhäute. Ein warmes Erkältungsbad mit diesen Ölen bietet ebenfalls einen doppelten Effekt: Die Dämpfe werden inhaliert, während die Wirkstoffe über die Haut aufgenommen werden, was zusätzlich entspannt und durchwärmt.
Solche Produkte, wie zum Beispiel Pinimenthol® Erkältungssalbe und Erkältungsbad, sind darauf ausgelegt, schnell und zuverlässig bei Schnupfen und Hustenreiz zu helfen, die oft mit Halsschmerzen einhergehen. Sie befreien die Atemwege, lindern Husten und lösen festsitzenden Schleim, damit Sie wieder frei durchatmen und zur Ruhe kommen können. Die hohe Konzentration von über 40 Prozent ätherischen Ölen in der Pinimenthol® Erkältungssalbe unterstreicht ihre besondere Wirkkraft.
Für Kinder ab 2 Jahren gibt es speziell abgestimmte, milde Produkte wie Pinimenthol® Erkältungsbalsam mild, die ohne Menthol auskommen, da die Schleimhäute von Kleinkindern empfindlicher reagieren können. Die Anwendung ätherischer Öle, besonders bei Kindern, sollte stets bedacht erfolgen und bei Unsicherheit Rücksprache mit einem Apotheker oder Arzt gehalten werden.
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Hausmittel und Alltagstipps: Was dem Hals jetzt noch guttut
Neben der Unterstützung durch pflanzliche Präparate gibt es eine Fülle an bewährten Hausmitteln und einfachen Alltagstipps, die Sie bei Halsschmerzen und den Begleitsymptomen einer Erkältung anwenden können. Diese traditionellen Methoden sind oft wohltuend, leicht umzusetzen und können den Heilungsprozess auf natürliche Weise fördern. Unser Körper braucht in dieser Zeit vor allem Ruhe und sanfte Unterstützung.
Überblick bewährter Hausmittel (z. B. Honig, Halswickel, Gurgeln)
- Honig: Der natürliche Balsam für den Hals
Honig ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen und Hustenreiz. Seine zähflüssige Konsistenz legt sich wie ein schützender Film über die gereizten Schleimhäute in Hals und Rachen, was sofortige Linderung verschaffen kann. Darüber hinaus wirken Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe im Honig antibakteriell und entzündungshemmend. Nehmen Sie mehrmals täglich einen Teelöffel pur ein oder lösen Sie ihn in warmem Tee auf. Achten Sie darauf, den Tee nicht zu heiß zu machen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs erhalten bleiben. Wichtig: Säuglinge unter einem Jahr sollten keinen Honig erhalten, da dieser Spuren des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten kann, das bei ihnen schwere Vergiftungen auslösen kann. - Halswickel: Wärme oder Kälte gezielt einsetzen
Halswickel können je nach persönlichem Empfinden warm oder kühl angewendet werden und bieten schnelle Erleichterung. - Warme Halswickel (z. B. Kartoffelwickel):
Wärme fördert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur, was Schmerzen lindern kann. Für einen Kartoffelwickel zerdrücken Sie gekochte, warme (nicht heiße!) Kartoffeln in einem Tuch und legen dieses auf den Hals. Mit einem weiteren Tuch fixieren und wirken lassen, bis der Wickel abgekühlt ist. Auch ein Ingwerwickel, bei dem Ingwerpulver in warmes Wasser gegeben und ein Tuch damit getränkt wird, kann schleimlösend wirken und Schmerzen lindern. - Kühle Halswickel (z. B. Quarkwickel):
Kühle Wickel wirken entzündungshemmend und abschwellend. Für einen Quarkwickel streichen Sie zimmerwarmen Quark auf ein Tuch und legen es auf den Hals. Entnehmen Sie den Wickel, sobald der Quark warm und trocken wird. Auch ein Prießnitz-Halswickel mit kaltem Wasser regt die Durchblutung an und kann ebenfalls Halsschmerzen lindern. - Gurgeln: Schleimhaut reinigen und beruhigen
Regelmäßiges Gurgeln hilft, Krankheitserreger und Schleim aus dem Rachen zu spülen und die Schleimhäute zu befeuchten. Effektive Gurgellösungen lassen sich leicht selbst herstellen: - Salzwasser:
Ein Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser aufgelöst wirkt desinfizierend und abschwellend. - Salbeitee oder Kamillentee:
Diese Kräuter wirken entzündungshemmend und beruhigend. Lassen Sie den Tee abkühlen, bevor Sie damit gurgeln. Wichtig ist: Mit der Flüssigkeit gründlich gurgeln, aber nicht herunterschlucken, um die Wirkung optimal zu entfalten. - Inhalieren: Befreite Atemwege durch Dampf
Das Inhalieren von warmem Wasserdampf ist ein beliebtes Hausmittel, um trockene Schleimhäute zu befeuchten und auch festsitzenden Schleim zu lösen. Geben Sie heißes Wasser in eine Schüssel und beugen Sie sich mit einem Handtuch über dem Kopf darüber, um den Dampf einzufangen. Zusätze wie Kamillenblüten oder Salzkristalle oder ätherische Öle (z. B. Eukalyptusöl, Fichtennadelöl – Vorsicht bei Kindern!) können die Wirkung verstärken.
Einfach geht´s mit einem ca. 5 cm langen Strang
Für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene bietet der
- Kräutertees: Wohltuende Wärme von innen
Warme Kräutertees sind bei Halsschmerzen besonders wohltuend und versorgen den Körper mit wichtiger Flüssigkeit. - Salbeitee:
Wirkt entzündungshemmend und hemmt das Wachstum von Viren und Bakterien. - Kamillentee:
Bekannt für seine entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften. - Ingwertee:
Frischer Ingwer enthält Scharfstoffe, die entzündungshemmend wirken und die Durchblutung anregen können. - Spitzwegerichtee:
Seine Schleimstoffe legen sich schützend über die gereizten Schleimhäute und lindern den Hustenreiz. - Linden- und Holunderblütentee:
Wirken schweißtreibend und unterstützen den Körper bei der Fieberbekämpfung.
Alltagstipps zur Entlastung von Stimme und Schleimhäuten
Neben spezifischen Hausmitteln tragen auch einfache Änderungen im Alltag maßgeblich zur Linderung und schnelleren Genesung bei.
Stimme schonen:
Vermeiden Sie es, viel zu sprechen oder zu singen, um die Stimmbänder zu entlasten. Wenn Sie sprechen müssen, tun Sie dies in normaler Lautstärke und vermeiden Sie Flüstern, da dies die Stimmbänder zusätzlich belastet.
Luftfeuchtigkeit erhöhen:
Gerade in beheizten Räumen ist die Luft oft trocken, was die Schleimhäute zusätzlich austrocknet. Hängen Sie feuchte Tücher auf, stellen Sie Wasserschalen auf die Heizung oder verwenden Sie einen Luftbefeuchter, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen. Dies hält die Schleimhäute feucht und funktionsfähig.
Reizstoffe meiden:
Verzichten Sie unbedingt auf das Rauchen und meiden Sie verrauchte Räume sowie andere irritierende Dämpfe, um die Schleimhäute nicht weiter zu belasten.
Ausreichend Flüssigkeit:
Trinken Sie reichlich (mindestens 2-3 Liter pro Tag) Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Dies hält nicht nur die Schleimhäute feucht, sondern hilft dem Körper auch, Krankheitserreger auszuschwemmen.
Leichte Kost:
Bei Schluckbeschwerden sind weiche, leicht verdauliche Speisen wie Suppen (z. B. die klassische Hühnersuppe), Brei, Joghurt oder Püree ideal. Vermeiden Sie scharfe, saure oder stark gewürzte Speisen, die den Hals zusätzlich reizen könnten.
Warmhalten:
Halten Sie Ihren Hals und Brustbereich warm, zum Beispiel mit einem Schal. Wärme fördert die Durchblutung und kann zur Linderung beitragen. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Füße warm sind, da dies die Durchblutung im gesamten Körper positiv beeinflusst.
Ausreichend Schlaf und Ruhe:
Gönnen Sie Ihrem Körper viel Ruhe und Schlaf. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, um die Infektion zu bekämpfen, und braucht dafür jede Unterstützung.
Halsschmerzen: Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Obwohl Halsschmerzen bei einer Erkältung in den meisten Fällen harmlos und mit Hausmitteln gut zu behandeln sind, gibt es Situationen, in denen ein Arztbesuch unerlässlich ist. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und holen im Zweifelsfall professionellen Rat ein, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Unser Motto „Gesundheit aus der Natur für den Menschen“ bedeutet auch, verantwortungsvoll mit der eigenen Gesundheit umzugehen.
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn eines oder mehrere der folgenden Anzeichen auftreten:
- Keine Besserung nach wenigen Tagen oder Verschlechterung der Symptome: Wenn Ihre Halsschmerzen länger als 3-5 Tage anhalten, sich nicht bessern oder sogar schlimmer werden, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Dies könnte auf eine hartnäckigere Infektion oder eine bakterielle Superinfektion hindeuten.
- Hohes Fieber: Fieber über 39 °C bei Erwachsenen (oder über 38,5 °C bei Kindern, älteren Menschen) sollte ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn es
plötzlich auftritt oder über mehrere Tage anhält. - Starke, einseitige Halsschmerzen: Einseitige, besonders starke Halsschmerzen, die möglicherweise bis ins Ohr ausstrahlen und mit massiven Schluckbeschwerden einhergehen, können ein Hinweis auf eine Mandelentzündung, einen Abszess oder eine andere schwerwiegende Entzündung sein.
- Eitrige Beläge auf Mandeln oder im Rachen: Weißlich-gelbliche Beläge, Flecken oder Eiterstippchen im Rachenraum oder auf den Mandeln sind oft ein Zeichen für eine bakterielle Infektion, die eine Antibiotikabehandlung erfordern kann.
- Geschwollene Lymphknoten: Deutlich geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten am Hals können auf eine stärkere Abwehrreaktion des Körpers oder eine bakterielle Infektion hinweisen.
- Deutliche Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (Kloßgefühl): Wenn Sie starke Atemnot verspüren, die Atmung pfeifend oder rasselnd klingt, oder das Schlucken extrem schmerzhaft ist und Ihnen sogar Speichel im Hals stecken bleibt, suchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Auch eine eingeschränkte Mundöffnung (Kieferklemme) ist ein Warnsignal.
- Starkes Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Nachtschweiß: Diese Symptome können auf eine Grippe oder andere ernsthafte Infektionen hindeuten, die über eine normale Erkältung hinausgehen.
- Zusätzliche Symptome wie Hautausschlag, Gelenkschmerzen oder extreme Mattigkeit: Solche Begleiterscheinungen, insbesondere wenn sie unklar sind, erfordern eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung.
- Bei Babys und Kleinkindern: Da kleine Kinder ihre Beschwerden oft nicht klar äußern können, sollten Eltern besonders aufmerksam sein. Fieber (über 38 °C bei Säuglingen), Trinkverweigerung, ungewöhnliches Schreien, das Ziehen am Ohr oder ein plötzlicher bellender Husten (Pseudokrupp) sind Gründe für einen sofortigen Arztbesuch.
- Vorerkrankungen oder geschwächtes Immunsystem: Menschen mit chronischen Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, einem geschwächten Immunsystem (z. B. durch Medikamente oder andere Krankheiten) oder Schwangere sollten bei Halsschmerzen frühzeitig ärztlichen Rat einholen, da das Risiko für Komplikationen erhöht sein kann.
Der Arzt wird im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung zunächst eine ausführliche Anamnese erheben, den Hals und Rachen inspizieren, die Lymphknoten abtasten und gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie einen Rachenabstrich oder eine Blutuntersuchung veranlassen, um die genaue Ursache der Halsschmerzen zu diagnostizieren und eine passende Behandlung einzuleiten.
Fazit: Ganzheitliche Unterstützung für Ihren Hals
Halsschmerzen bei Erkältung sind zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen eine vorübergehende Erscheinung, die unser Körper mit der richtigen Unterstützung gut bewältigen kann. Die Ursachen sind vielfältig, meist stecken aber virale Infekte dahinter. Die Natur bietet uns eine Fülle von bewährten Hausmitteln und pflanzlichen Wirkstoffen, die effektiv Symptome lindern und den Heilungsprozess beschleunigen können. Von wohltuenden Kräutertees über wärmende Halswickel bis hin zu den gezielten Eigenschaften ätherischer Öle – es gibt viele Wege, Ihrem Hals Gutes zu tun.
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Denken Sie immer daran: Viel Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, eine ausgewogene Ernährung und das Meiden von Reizstoffen sind grundlegende Säulen der Selbstfürsorge. Doch ebenso wichtig ist es, auf die Warnsignale Ihres Körpers zu achten und bei anhaltenden, sich verschlimmernden oder ungewöhnlichen Symptomen nicht zu zögern, ärztlichen Rat einzuholen. Frühzeitiges Abklären kann Komplikationen vorbeugen und den Weg zur vollständigen Genesung ebnen.
Wir hoffen, dass dieser Ratgeber Ihnen hilfreiche Informationen und praktische Tipps an die Hand gibt, um Halsschmerzen bei Erkältung souverän zu begegnen.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG - Karlsruhe