Sabal-Urtica Kombination PRO 160/120: neue Daten zu antifibrotischen Effekten
2026-07-31
Neue präklinische in-vitro-Daten zur Sabal-Urtica-Kombination PRO 160/120 zeigen, dass die Extrakte profibrotische Veränderungen in BPH-relevanten Zellmodellen wirksam abschwächen. Diese Daten wurden anlässlich des DGU-Kongresses 2026 von Prof. Dr. med. Martin Michel, Institut für Pharmakologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorgestellt. Die Ergebnisse erweitern das pharmakologische Verständnis von PRO 160/120 um mögliche Effekte auf fibrotische Signalwege und liefern einen weiteren Erklärungsansatz für die klinische Wirksamkeit der Phyto-Kombination.
Methodik
In der in vitro-Studie wurden die Effekte von PRO 160/120 auf fibrotische Prozesse in epithelialen und stromalen Prostatazelllinien untersucht. Als profibrotischer Stimulus dienten die Wachstumsfaktoren (Transforming Growth Factor) TGF-ß1, TGF-ß2 und TGF-ß3. Untersucht wurden gesunde Prostataepithelzellen (RWPE-1), BPH-Prostataepithelzellen (BPH-1) und gesunde Prostatastromazellen (WPMY-1). Die Zellen wurden über 24 Stunden mit Sabal-Extrakt, Urtica-Extrakt oder deren Kombination PRO 160/120 in aufsteigenden Konzentrationen von 0.3 bis 100 µg/ml behandelt. Anschließend wurden die Expression relevanter fibrotischer Marker (ACTA2, FN, COL1A1) und eine mögliche Zytotoxizität anhand der Freisetzung der normalerweise intrazellulär lokalisierten Laktatdehydrogenase (LDH) analysiert.
Ergebnisse
Die TGFβ-Behandlung induzierte in den Zelllinien erwartungsgemäß eine ausgeprägte Expression profibrotischer Marker. Sabal, Urtica und PRO 160/120 dämpften diese Antwort jedoch ab. Am empfindlichsten gegenüber den TGFβ-Isoformen reagierten die BPH-1-Zellen, bei denen die Behandlung mit den Extrakten folglich die ausgeprägtesten antifibrotischen Effekte zeigte. Bemerkenswerterweise wiesen Sabal und Urtica je nach TGFβ-Isoform unterschiedliche abschwächende Effekte auf, was für sich ergänzende Wirkmechanismen der Einzelkomponenten in der Kombination spricht.
Multifaktorielles Wirkprofil
Die Daten erweitern das pharmakologische Verständnis von PRO 160/120.
PRO 160/120
- reduziert Entzündung und oxidativen Stress
- hemmt die 5α-Reduktase und Aromatase (für das Prostatawachstum relevante Enzyme)
- hemmt die epithelial-mesenchymale Transition (wichtig für die Entwicklung und Progression der BPH)
- wirkt spasmolytisch, vor allem durch den Sabal-Extrakt (gezeigt in humanem Blasenmodell)
- neu: zeigt konsistente antifibrotische Effekte (insbesondere in BPH-Prostataepithelzellen)
Fazit
Da fibrotische Umbauprozesse wesentlich zur Progression der benignen Prostatahyperplasie beitragen, sind antifibrotische Strategien ein wichtiger therapeutischer Ansatzpunkt.
Präklinische Daten ersetzen keine klinische Wirksamkeitsevidenz, können aber dazu beitragen, bekannte Therapieeffekte mechanistisch besser einzuordnen.
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